FS 01 – Alles rund um die Altenpflegerin

Heute möchten wir unser neues Format vorstellen – FRAG SCORE. Hier versuchen wir alle Fragen rund um die Themen Alten- und Krankenpflege zu beantworten. Anfangen werden wir mit diesen 3 gestellten Fragen:

Ab wann ist man examinierte Altenpflegerin?

Um die Berufsbezeichnung „examinierte Altenpflegerin“, oder „staatlich geprüfte/anerkannte Altenpflegerin“ zu erhalten, muss eine dreijährige Altenpflegeausbildung mit anschließender Abschlussprüfung absolviert und bestanden werden. Über das Bestehen der Prüfung erhält man ein Abschlusszeugnis. Erst mit diesem Zeugnis ist es möglich, die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung „examinierte Altenpflegerin“ zu beantragen. Gleichzeitig erlangt man die Qualifikation einer Pflegefachkraft.

Pflegehilfskräfte dagegen sind Personen, die keine dreijährige Ausbildung absolviert haben. Um als Pflegehilfskraft tätig zu sein, ist eine Ausbildung nicht zwingend erforderlich. Zwar gibt es Hilfskräfte, die eine einjährige Helferausbildung absolviert haben, jedoch ist diese nicht verbindlich. In allen Pflegeeinrichtungen ist auf den Dienstplänen zu vermerken, welche Qualifikation jeder einzelne Mitarbeiter besitzt.

Examinierte Altenpflegerin – wo kann man arbeiten?

Die Einsatzmöglichkeiten von examinierten Altenpflegerinnen sind zahlreich. Üblicherweise arbeiten diese in Alten- und Pflegeheimen, also Einrichtungen der vollstationären Altenhilfe. Ebenso können sie in ambulanten Pflegediensten eingesetzt werden. Sowohl ambulante, als auch stationäre Einrichtungen können sich auf einen bestimmten Kundenkreis spezialisieren, z.B. Wachkoma, Gerontopsychiatrie, Heimbeatmung, Junge Pflege etc. Um in einem dieser Bereiche arbeiten zu können, ist eine spezifische Weiterbildung zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt eine Voraussetzung.

Gleiches gilt oft auch für den Einsatz im klinischen Bereich. Auch hier sind examinierte Altenpflegerinnen inzwischen gerne gesehen, so z.B. in den Bereichen der Geriatrie und Rehabilitation. Innerhalb der genannten Einrichtungen besteht für examinierte Altenpflegerinnen die Möglichkeit, sich in der Hierarchie nach oben zu bewegen. Wer über die Wohnbereichsleitung hinaus tätig sein möchte, z.B. als Pflegedienst- oder Einrichtungsleitung, muss dann allerdings eine Weiterbildung absolvieren.

Wer als examinierte Altenpflegerin den Pflegealltag hinter sich lassen möchte, hat ferner die Möglichkeit, als Gutachter beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) tätig zu werden. Auch hier ist eine vorherige Aus- oder Weiterbildung nicht erforderlich. Das erforderliche Wissen wird durch den MDK selbst vermittelt.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld bietet die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Hier können examinierte Altenpfleger als Dozenten an Fachseminaren und Weiterbildungsinstituten fungieren. Ob eine vorherige eigene Weiterbildung vorausgesetzt wird, hängt maßgeblich von den zu vermittelnden Inhalten ab.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Altenpflegerin

Gerade im Bereich der Altenpflege haben sich in den vergangenen Jahren viele Weiterbildungsmöglichkeiten entwickelt. Ob diese nun alle auch wirklich zielführend sind, sei einmal dahingestellt. Positiv ist, dass sich alle der hier genannten Weiterbildungen berufsbegleitend durchführen lassen.

Aufstiegsweiterbildungen:

Wie der Name es andeutet, handelt es sich hier um Weiterbildungen, die es dem Absolventen ermöglichen innerhalb einer Hierarchie aufzusteigen. Hier sind zu nennen:

  • Wohnbereichsleitung
  • Pflegedienstleitung
  • Einrichtungsleitung

Diese Weiterbildungen können klassisch in sogenannten Weiterbildungsinstituten absolviert werden. Nach erfolgreicher Teilnahme, erhält man ein Zertifikat. Um als Pflegedienst-/Einrichtungsleitung tätig zu sein, ist eine Weiterbildung der zuständigen Behörde (Heimaufsicht) nachzuweisen. Wohnbereichsleitungen benötigen nicht zwingend eine Weiterbildung.

Fachspezifische Weiterbildungen:

Hierunter fallen Weiterbildungen, die sich meist auf einen speziellen Zweig der Pflege konzentrieren. Dazu gehören:

Damit sind aus unserer Sicht die bedeutendsten Weiterbildungen genannt. Sicherlich lassen sich noch mehr Angebote nennen und finden. Wir möchten Sie daher auch bitten, vorab genau zu prüfen, für welches Weiterbildungsangebot sie sich entscheiden. Es gibt viele Angebote, die sowohl von der Bezeichnung, als auch vom Inhalt her, eher fragwürdig sind. Generell gilt, dass Weiterbildungen nicht kostenlos sind. Je nach Art und Umfang einer Weiterbildung fallen Kosten an. Daher empfehlen wir allen examinierten Pflegekräften, den Wunsch nach einer Weiterbildung mit dem Arbeitgeber zu besprechen. Oft übernehmen diese bis zu 100% der Kosten.

Sie haben auch eine Frage: stellen Sie uns diese doch einfach unter FRAG SCORE. Wir werden versuchen, alle gestellten Fragen so ausführlich wie möglich zu beantworten.

SCORE Personal ist eine der führenden Personalberatungen im deutschen Gesundheitswesen. Wir bieten Ihnen ausgewählte Stellenangebote aus der Alten- und Krankenpflege und stellen Sie ausschließlich bei renommierten und angesehenen Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland vor – je nach Wunsch und für Sie absolut kostenloshier geht es zu unseren Stellenangeboten.
2017-03-28T19:50:45+00:00