Kennen Sie das Phänomen der Nabelsteine?

Wenn Sie schon einige Jahre in der Pflege tätig sind, haben Sie bestimmt schon einmal Patienten mit Nabelsteine versorgt. Doch für einige Pflegekräfte ist der Begriff Nabelstein etwas ganz Neues. Daher informieren wir Sie als Altenpfleger in diesem Beitrag zum Thema Nabelstein. Betroffen von einem Nabelstein sind überwiegend Menschen mit einem ungewöhnlich tiefen  Bauchnabel. Denn in einem tiefen Bauchnabel, der nicht regelmäßig gepflegt wird, können sich im Laufe der Jahre abgestorbene Hornzellen ansammeln, die sich zu einer festen, harten Masse zusammenpressen.

Nabelsteine

Nabelsteine sind ein Phänomen in der Altenpflege – doch wie sind die Erfahrungen aus der Praxis wirklich?

Ist dies der Fall, entsteht ein brauner oder schwarzer Nabelstein, der sehr fest im Bauchnabel verankert und überraschend schwierig zu entfernen ist. Ein Nabelstein wird in der Medizin auch Omphalolith (omphalos, griechisch = Nabel; lithos, griechisch = Stein) genannt – bevor es weiter geht, möchten wir Sie hier noch kurz auf unseren Artikel Bewerbung Altenpflegerin hinweisen.

So entfernen Sie Nabelsteine Schritt für Schritt

Mit folgendem Vorgehen, gelingt es Ihnen, den Nabelstein zu entfernen:

  1. Weichen Sie den Nabelstein einige Tage vor dem Entfernen mit Öl auf. Bringen Sie mit Hilfe einer Spritze, ohne Kanüle, etwas Öl am Rand des Nabelsteines ein.
  2. Entfernen Sie den aufgeweichten Nabelstein möglichst vorsichtig während eines Vollbades, oder während des Duschens aus dem Bauchnabel Ihres Pflegekunden. Mit etwas Glück lässt sich der Nabelstein bereits mit der Duschbrause entfernen. Falls nicht verwenden Sie eine Pinzette. Sorgen Sie dabei für gute Lichtverhältnisse und greifen gezielt nach dem Nabelstein.
  3. Trocknen Sie den Bauchnabel anschließend sorgfältig ab.
  4. Tupfen Sie alle Falten im Inneren des Nabels vorsichtig mit einem Wattestäbchen ab.
  5. Sobald Sie entzündliche Stellen unter dem Nabelstein feststellen, sollten Sie den Arzt informieren und weitere Maßnahmen festlegen.
  6. Weisen Sie in ihrer Pflegeprozessplanung bzw. Tagesstruktur auf die spezielle Pflege des Bauchnabels hin.
  7. Fortan sorgen Sie für eine gründliche und kontinuierliche Pflege des Bauchnabels.
  8. Als Wohnbereichsleitung sollten Sie sich regelmäßig über die pflegerische Qualität vergewissern. Dazu sollte, im Rahmen einer Pflegevisite, auch ein Blick in den Bauchnabel gehören.

Nabelstein hat nichts mit schlechter Pflege zu tun, aber das sollten Sie dokumentieren

Grundsätzlich entsteht ein Nabelstein schon durch eine unzureichende Pflege des Bauchnabels. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass Sie dieses Phänomen kennen und gerade zu Beginn eines Pflegeauftrags danach Ausschau halten. Wenn Sie als Krankenschwester bei einem Pflegekunden zum ersten Mal grundpflegerische Leistungen erbringen, sollten Sie sich angewöhnen, im Rahmen der ersten Grundpflegetätigkeit eine „Körperinspektion“ vorzunehmen. Stellen Sie dann fest, dass Ihr Pflegekunde einen Nabelstein hat, sollten Sie dies unbedingt dokumentieren. Damit zeigen Sie

a) dass Sie eine gründliche Hautbeobachtung durchgeführt haben und

b) dass der Nabelstein nicht „auf ihrem Mist gewachsen“ ist.

Nicht selten kommt es vor, dass Ärzte, der MDK, Krankenhauspersonal und Angehörige behaupten, dass der Nabelstein durch eine nachlässige Pflege durch das Pflegepersonal entstanden sei. Mit einer angemessenen Dokumentation sind Sie daher auf der sicheren Seite. Deshalb sollten Sie in Ihrer Eigenschaft als Altenpfleger/Krankenpfleger darauf achten, jeden neuen „Kunden“ genau unter die Lupe zu nehmen. Kritische Stellen sind, neben dem Bauchnabel, die Ohren (auch dahinter), die Nase und natürlich die Zehenzwischenräume. Auch nach einem längeren Urlaub, oder bei Übernahme einer neuen Pflegegruppe machen Körperinspektionen Sinn. Das gilt natürlich auch und besonders, wenn Sie gerade eine neue Stelle angetreten sind.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: falls Sie auf der Suche nach einer neuen Anstellung sind, schauen Sie sich doch auch einmal unsere Stellenangebote aus der Pflege an.

*Dieser Artikel stammt von Annett Urban Chefredakteurin von pdl.konkret ambulant*

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2017-02-15T10:38:31+00:00