In den verschiedenen Krankenpflege- oder Altenpflegeeinrichtungen können die Pausenregelungen sehr unterschiedlich geregelt sein. Sehr häufig ist die Regelung zu finden, dass bei einer 7-stündigen Arbeitszeit eine Pause von 30 Minuten gewährt wird. Je nach den arbeitstechnischen Anforderungen auf den einzelnen Stationen kann es sein, dass diese Pause flexibel genommen werden dürfen oder zu festen Zeiten von der Pflegedienst- oder Heimleitung vorgegeben werden. Nicht selten sind Störungen, wenn die Pause auf der Station verbracht wird, vorprogrammiert, wie zum Beispiel das Klingeln von Patienten, Bewohnern oder Angehörigen, Telefongespräche oder Ähnliches.

Wenn für das Essen ein anderer Ort aufgesucht werden muss, wie beispielsweise eine Kantine, kann für den Hin- und Rückweg schon einiges an Zeit vergehen, die von der Pause abgezogen werden muss. Dann wird das Essen nur noch schnell hinuntergeschlungen. Pausen sollen aber der Ruhe und Erholung dienen, damit die Arbeitskraft erhalten bleiben kann. Der Alltag auf den Stationen ist stressig, dennoch können Pausen sinnvoll gestaltet werden.

Mit der Pflegedienst- oder Heimleitung sprechen, kann helfen starre Pausenregelungen zu verändern

Die Bedürfnisse der Altenpfleger sind unterschiedlich. Raucher möchten ihre Pause für die Zigarette verwenden. Diese Mitarbeiter werden schwer davon abzubringen zu sein, ihre Pause anders zu verbringen. Für andere ist das Frühstück in der Frühschicht sehr wichtig, da sie vielleicht ohne etwas am Morgen gegessen zu haben auf die Station gekommen sind. Wirklich gesund sind beide Varianten eine Pause zu verbringen nicht. Wird zu viel Essen in zu kurzer Zeit verschlungen, ist dieses sehr belastend für den Stoffwechsel und wirkt sich dann auf die folgende Arbeitsleistung aus. Verschiedene Maßnahmen können helfen, trotz der knappen Zeit mit der Pausenregelung und Pausengestaltung sinnvoller zu verfahren.

Eine Möglichkeit ist es, erst einmal die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter auf der Station genau zu erfragen. So kann festgestellt werden, wer in welcher Weise seine Pause verbringen möchte, zum Beispiel Essen zu sich nehmen, kurz an die frische Luft, Kollegengespräche oder Ähnliches. Auch kann festgestellt werden, wie viele Nichtraucher arbeiten auf der Station und wie viele Raucher legen Wert auf ihre Rauchpause. Mit diesen Informationen kann herausgearbeitet werden, wie diese verschiedenen individuellen Bedürfnisse sich in die Arbeitsabläufe auf der Station mit welchen Pausenregelungen integrieren lassen könnten. Wenn es möglich ist, die Pausenzeiten flexibel zu gestalten, können die Mitarbeiter sich miteinander absprechen, wer wann in die Pause gehen kann.

Werden feste Pausen auf der Station verbracht, kann es Sinn machen, wenn abwechselnd eine Krankenschwester für mögliche Störungen zuständig ist. Sind diese aber zu umfangreich, während der Pausenzeiten, sollten die Pflegedienstleitung oder Heimleitung möglichst für eine Vertretung während der Pause sorgen. Auf jeden Fall kann es sehr sinnvoll sein, mit der Pflegedienstleitung oder Heimleitung zu sprechen, um vielleicht starre Pausenzeitenregelungen zu ändern, um so verschiedenen Bedürfnissen der Mitarbeiter auf den Stationen gerechter werden zu können.

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Was können Mitarbeiter selbst tun? – Tipps für eine sinnvolle Pausengestaltung

Auch bei vielen vorgegebenen Bedingungen und Regelungen für die Pause, die vielleicht nicht so leicht veränderbar sind, können Pflegekräfte viel selbst dafür tun, ihre Pause sinnvoll zu gestalten, wie beispielsweise:

  • vor der Arbeit in Ruhe frühstücken oder essen; nach dem Essen sollte eine kleine Ruhepause eingeplant sein
  • auf der Arbeit kann es sinnvoller sein, kleine Snacks zwischendurch zu sich zu nehmen; wenn es möglich ist und die Station einen Kühlschrank für Mitarbeiter besitzt, können Obst, Säfte, Smoothies, Joghurts, Müsliriegel oder Ähnliches sinnvolle kleine Mahlzeiten für das Pflegepersonal sein; um körperlich fit zu bleiben, ist eine gesunde und vitaminreiche Ernährung, die den Stoffwechsel nicht belastet wichtig
  • kurze mentale Pausen einlegen; die Pause sollte möglichst für ein kurzes Abschalten genutzt werden, da dieses eine wirkliche Erholung bieten kann; hilfreich kann es sein, in der Pause ganz bewusst, kleine Meditations- oder „Traum“-Übungen durchzuführen; sich ganz bewusst von den Arbeitsanforderungen sowie den Themen der Station lösen und einen kleinen fantasievollen Ausflug unternehmen, kann Kraftreserven aktivieren
  • in verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass ein paar Minuten an der frischen Luft genauso erholsam und aktivierend sein können, wie ein kleiner Schlaf; wenn es möglich ist, sollte die Pause im Freien verbracht werden,

Auf unseren Webseiten finden Sie unterschiedliche Artikel, die sich zum Beispiel auch mit dem Gestalten einer sinnvollen Auszeit oder Freizeitgestaltung sowie anderen Themen zur Erhaltung der Gesundheit von Pflegekräften befassen.